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Nach welcher Methode soll ich trainieren?

Ein Baum bildet jedes Jahr neue Blätter. Diese Blätter nähren seinen Stamm. Er beherrscht also Prinzip und Methode.

Im Fitness-Bereich (und wohl nicht nur dort) sind aber Trend und Wissen um die Grundprinzipien und sinnvolle Methoden sehr oft voneinander getrennt. Es ist heute problemlos möglich mit Geld und ein paar Wochenenden Zeitinvestition schnell Trend-Qualifikationen für eine aktuelle Methode zu erwerben, mit der anschliessend Wissen präsentiert (präsentiert <> beherrschen: Informationen werden übrigens erst dann zu Wissen, wenn sie zu bleibenden Verhaltensänderungen geführt haben, die die Erreichung des gewünschte Ziel möglich machen) werden kann, das dem langjährig erworbenen tiefen Verständnis der Grundprinzipien (Erleben der Verhaltensänderung) auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sieht. Deutlich zu sehen ist das an den hohen Anatomieanteilen in fast jeder Ausbildung. 

Dabei kommt es weniger auf das Wissen der Anatomie an, als vielmehr um die vielfältige Erfahrung im Umgang mit der Anatomie in Bewegung, deren Vermittlung und Korrektur mit einfachen Worten OHNE komplizierte anatomische Begriffe. Mit dem Verständnis der Grundprinzipien ist schnell die passenden Methode, das richtige Werkzeug zum richtigen Zeitpunkt gefunden. Ziel ist dabei wie in der Finanzwelt ein hoher ROI, also mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen

Viele Trends, oft mit viel Aufwand und (meist teuer bezahlten) hochwissenschaftlichen Studien beworbenen Geräte oder Bewegungsformen, führen hoffentlich auch irgendwann zum gewünschten Ziel. Eine Methode soll aber eben nicht nur funktionieren, sie soll schnell und effektiv mit geringst möglichen Aufwand zum gewünschten Ziel führen. Vielleicht noch unvorteilhafter: Jede materialisierte Methode (z.B. Fitnessgeräte) macht abhängig von dem Gegenstand (dessen Material, dem Wissen der Herstellung, der Pflege etc.). Buddhistische Weisheit: ”Alles was Du hast, hat irgendwann Dich.”