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Ich bin kein Leistungssportler, wie sollte mein Training aussehen?

Eine nachhaltige und verletzungsfreie Bewegungskultur

  • ist in erster Linie individuell, aber auch in kleinen Gruppe durchführbar
  • hebt den Energielevel für alle anderen Aktivitäten an
  • stellt zeitlich nur eine geringe Belastung dar
  • wird schon von Kindesbeinen an von den Eltern vorgelebt – und ist daher als Erwachsener in Fleisch und Blut übergegangen, wie das tägliche Zähne putzen
  • bringt gesunde, glückliche Persönlichkeiten hervor
  • muss in den Alltag integrierbar sein
  • darf keine Belastung darstellen und
  • sollte nicht zu Lasten anderer Aktivitäten gehen, die für die individuell gewünschte Lebensführung erwünscht sind

Zu einer Bewegungs- und Körperpflegekultur gehört ein Bewegungsprogramm, das

  • sicher und effektiv ein Leben lang
  • überall und unabhängig, vorzugsweise in der Natur
  • mit Spaß und Freude unter Nutzung aller Sinne
  • individuell und in Gemeinschaft
  • trendbefreit und unter Vermeidung von Extremen (was kurzzeitige Extrembelastungen in einzelnen Trainingseinheiten nicht ausschliesst) und Einseitigkeit
  • für jeden gesunden Menschen ohne spezielle Geräte

durchführbar ist.

Die Vermittlung bzw. der Einstieg in eine selbständig und überall durchführbare Bewegungsroutine benötigt Zeit, Kontinuität und qualifizierte Vermittlung. Optimalerweise erfolgt sie zu Beginn des Lebens und wird von den Eltern zu Hause täglich vorgelebt. Eine solche individuelle Bewegungskultur gibt es in westlichen Kulturen nicht mehr, nur zufällig oder vereinzelt und wird nicht systematisch vermittelt.

Den vollständigen Import und das Kopieren von Bewegungskulturen anderer Länder bis hin zur Übernahme der Sprache halte ich nicht für sinnvoll. Das schliesst natürlich nicht aus, dass man sich ansieht, wie weit sich diese Kulturen entwickelt haben und welche Übungen und Routinen dort funktionieren und welche Bewegungsformen sich in den unterschiedlichen Kulturen ähneln oder sogar identisch sind. Ich spreche auch ausdrücklich nicht vom Vereins- oder Wettkampfsport und dem Besuch von Fitness-Clubs. Diese Angebote widersprechen keinesfalls einer individuellen Bewegungskultur. Vielmehr ist diese Voraussetzung für eine verletzungsfreie sportliche Mitwirkung in Gruppen- und Mannschaftsaktivitäten, ebenso wie Zähneputzen keine Ernährung, sondern Voraussetzung für die Aufnahme gesunder Nahrungsmitteln ist. Sie ist meiner Ansicht nach auch Voraussetzung für ein Beschwerde- und Medikamenten freies Leben ohne weitere sportliche Aktivitäten.

Anforderungen an die täglichen Bewegungssequenzen

  • Nutzung bzw. Ausbau aller Fähigkeiten des jeweiligen Menschen, also keine Bewegungsmonokultur wie reines Ausdauertraining (auch wenn dabei mehrere Disziplinen wie z.B. im Triathlon bestritten werden) oder ausschließliches Krafttraining
  • Vermeidung von Folgeschäden, keine Überbeanspruchung, keine Verursachung von Dysbalancen
  • nur so viel Energie verbrauchend, dass die Bewegung aktivierend wirkt (besonders bei Training am frühen Morgen)
  • eine einfach vermittelbare und schnell zu erlernende (aber nicht leicht zu befolgende) “Essenz”, ohne Markennamen, Lizenzen und langen Ausbildungswegen, die das Verständnis für die körperbezogenen und damit unumgänglichen Realitäten vertieft und stressfrei zu lebenslanger Durchführung motiviert